100. Geburtstag von Axel Springer 2012




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100. Geburtstag von Axel Springer 2012

Am 2. Mai 2012 wäre Axel Springer 100 Jahre alt geworden.

Festveranstaltung am 2. Mai 2012

People-Fotografen steht ein ftp-Zugang der Agency People Image / API zur Verfügung. Bitte beachten Sie: Axel Springer hat keinen Einfluss auf Zeitpunkt und Funktionalität der Uploads:

Von der Festveranstaltung in der Ullstein-Halle stehen zeitnah professionelle TV-Mitschnitte zur Verfügung. Der Kontakt für Mitschnitte:

Christin Wonneberg
Tel.: +49 30 2591 79252
christin.wonneberg@axelspringer.de

Verlags-Sonderausgabe am 2. Mai 2012

Axel Springer: Journalist, Unternehmer, Freiheitskämpfer. Eine Verlags-Sonderausgabe der Axel Springer AG

Presseinformationen zum Jubiläumsjahr:

Weiteres Pressematerial:

Lebensstationen des Verlegers Axel Springer

Axel Springer wurde am 2. Mai 1912 in Altona geboren. Er wuchs mit dem „Zeitungsmachen” auf. Seinem Vater gehörte der Verlag Hammerich & Lesser mit den ALTONAER NACHRICHTEN. Axel Springer absolvierte dort eine Setzer- und Druckerlehre, machte ein Volontariat in der Nachrichtenagentur „Wolffsches Telegraphen Bureau” und anschließend bei der BERGEDORFER ZEITUNG. Ab 1933 arbeitete er bei der Zeitung seines liberal eingestellten Vaters bis zu deren Verbot durch die Nationalsozialisten im Jahr 1941. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er nicht zum Militär eingezogen und war bis zum Kriegsende zeitgleich als Angestellter eines Hamburger Kinos und als Herausgeber von Belletristik im Verlag Hammerich & Lesser tätig.

Gründung des Axel Springer Verlags in Hamburg

Gemeinsam mit seinem Vater erhielt er 1946 von den in Hamburg zuständigen Britischen Militärbehörden die Lizenz für die Zeitschrift NORDWESTDEUTSCHE HEFTE – ein Blatt, das ausgewählte Rundfunkbeiträge in gedruckter Form präsentierte. Axel und Hinrich Springer gründeten gemeinsam den Axel Springer Verlag (heute: Axel Springer AG). Im Dezember desselben Jahres erschien die erste Ausgabe der Programmzeitschrift HÖRZU. Zum Zeitungsverleger wurde Axel Springer am 14. Oktober 1948 mit dem Erscheinen des HAMBURGER ABENDBLATTS. Den Grundstein für sein Hamburger Verlagsgebäude legte er am 28. November 1950.

Die Idee zu BILD, einer Zeitung völlig neuen Typs in Deutschland, hatte der leidenschaftliche Journalist von einer London-Reise mitgebracht. BILD erschien erstmals am 24. Juni 1952 und sollte eine gedruckte Antwort auf das Fernsehen werden.

Die Zeitungen DIE WELT und WELT am SONNTAG erwarb Axel Springer 1953.

Verlegerisches Engagement in Berlin

1956 gründete Axel Springer BILD am SONNTAG. Im gleichen Jahr begann er durch den Kauf erster Anteile am traditionsreichen Verlagshaus Ullstein auch mit seinem verlegerischen Engagement in Berlin.

Im Mai 1959 legte er im historischen Zeitungsviertel der geteilten Stadt den Grundstein für seinen Verlagssitz in der Kochstraße, unmittelbar an der Grenze zum sowjetisch besetzten Sektor Berlins, dem späteren Verlauf der Berliner Mauer. Das Verlagshaus des Unternehmers galt als ein „Leuchtturm des freien Westens”.

Ende 1959 übernahm Axel Springer den Ullstein Verlag ganz – und damit u. a. die Tageszeitungen BERLINER MORGENPOST und B.Z.

Wiedervereinigung und Aussöhnung

1958 reiste Axel Springer nach Moskau, um Nikita Chruschtschow zu treffen. Er versuchte vergeblich, mit einem fünf Phasenplan, den Kreml für die Wiedervereinigung Deutschlands zu gewinnen. Die sich mit dem Bau der Mauer 1961 unmittelbar hinter seinem Berliner Verlagsgelände zementierende deutsche Teilung trug ebenso zur Entwicklung Axel Springers hin zu einem mehr politischen Verleger bei, wie die damals nur mühsam vorankommende Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen, insbesondere des Holocausts.

1966 besuchte Axel Springer das erste Mal Israel und traf dort auf Teddy Kollek, den Bürgermeister von Jerusalem. Der Besuch war der Beginn einer tiefen Freundschaft beider Männer und des Israel-Engagements des Verlegers.

Ebenfalls um diese Zeit entwickelte sich Axel Springers Einsatz für die transatlantischen Beziehungen. Die USA waren für ihn ein wichtiger Gegenpol zum Kommunismus und ein Garant für die Freiheit der Bundesrepublik Deutschland und insbesondere Westberlins.

1967 entwarf Axel Springer in seinem Hamburger Verlegerbüro vier der heute fünf gesellschaftspolitischen Unternehmensgrundsätze (Eintreten für die Wiedervereinigung, Aussöhnung mit den Juden, Kampf gegen politischen Extremismus, Unterstützung der freien sozialen Marktwirtschaft). Diese wurden nach der Wiedervereinigung angepasst (Eintreten für die Einigungsbemühungen der Völker Europas) und nach den Ereignissen des 11. Septembers 2001 ergänzt (Unterstützung des transatlantischen Bündnisses). Sie beschreiben ein freiheitliches Weltbild und sind auch heute Bestandteil der Satzung sowie der gesellschaftspolitischen Grundüberzeugung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Medien der Axel Springer AG.

Gegenöffentlichkeit der „68er”, Anschlag der RAF und die Stasi

1969 verlegte Axel Springer den Hauptsitz seines Unternehmens von Hamburg nach Berlin. Im Zusammenhang mit den Studentenunruhen kam es vor dem Berliner Verlagshaus zu Krawallen. Teile der linken Gegenöffentlichkeit der „68er” kritisierten Axel Springers Antikommunismus, sein Israel-Engagement und die Zeitungen seines Verlages, insbesondere BILD. 1972 erschütterte ein Bombenanschlag der Roten Armee Fraktion (RAF) das Hamburger Verlagsgebäude, bei dem 17 Mitarbeiter verletzt wurden. Des Weiteren gab es Anschläge auf die Privathäuser von Axel Springer.

Die unabhängigen Forscher Jochen Staadt, Tobias Voigt und Stefan Wolle enthüllten 2010, dass die Stasi damals wesentlichen Einfluss auf die „Enteignet Springer-Kampagne” hatte und die Studentenbewegung für ihre Zwecke nutzte („Feind-Bild Springer – ein Verlag und seine Gegner”).

Nach seinem Tod wird sein Traum von der Wiedervereinigung wahr

1985 geht der Verlag an die Börse. Kurz nach dem Börsengang stirbt Axel Springer am 22. September 1985 in seiner Wahlheimat Berlin. Das Wahrwerden seines Traumes – die deutsche Wiedervereinigung – hat er nicht mehr erlebt: Schon ein halbes Jahrzehnt nach seinem Tod fiel die Mauer.

Am 2. Mai 2012 wäre Axel Springer 100 Jahre alt geworden. 

Pressekontakt

Michael Schneider
Information und Öffentlichkeitsarbeit
Axel-Springer-Str. 65
10888 Berlin
Tel: +49 30 2591 77644
michael.schneider@axelspringer.de


Weblinks:

Der Abdruck der oben aufgeführten Fotos ist honorarfrei, bitte beachten Sie jedoch den Hinweis bei dem Foto von Liselotte Strelow (Nutzung nur bis zum 15.12.2012 im Rahmen der redaktionellen Berichterstattung kostenfrei. Unbedingt anzugeben: Foto: Liselotte Strelow, © VG Bild-Kunst, Bonn 2011). Fotos der Revue: © Axel Springer AG / Monika Rittershaus