Initiativen




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Ausblick

Welche Maßnahmen, Vorhaben und Projekte mit Nachhaltigkeitswirkung stehen 2010 und 2011 auf der Tagesordnung?

Von den in der Ziele 2010/2011-Tabelle aufgeführten Zielen sollen hier vier Beispiele ausführlicher beschreiben werden:

Chancen:gleich! – Der Weg zu einem ausgeglicheneren Verhältnis von Männern und Frauen in Führungspositionen

Mit dem Projekt Chancen:gleich! will Axel Springer ein ausgeglicheneres Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen erreichen. Eine Projektgruppe, die sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus vielen verschiedenen Bereichen zusammensetzt, hat in den vergangenen Monaten Studien ausgewertet, Zahlen, Daten und Fakten analysiert, mit Experten und anderen Unternehmen gesprochen, sowie eine Mitarbeiterumfrage in Berlin durchgeführt und ausgewertet. Die Umfragen an allen anderen Standorten, bei Tochtergesellschaften und Beteiligungen sind angelaufen. Im nächsten Schritt sollen auch die Auslandsgesellschaften befragt werden.

Die ersten Erkenntnisse und Maßnahmen wurden den Führungskräften von Axel Springer im Juni 2010 auf der Management-Tagung vorgestellt. Als Ziel des Projekts wurde festgelegt, dass sich der Anteil an Frauen in den nächsten fünf bis acht Jahren auf allen Führungsebenen im Schnitt verdoppeln soll. Derzeit sind 16 Prozent aller Führungskräfte Frauen – im Unternehmensdurchschnitt. Wichtig dabei ist eine signifikante Steigerung auf allen Führungsebenen und die Berücksichtigung bestimmter Schlüsselpositionen. Dabei geht es nicht allein um die Förderung von Frauen, sondern vielmehr um das Erreichen einer Vielfalt im Unternehmen auf allen Hierarchieebenen.

Drei Gründe sprechen dafür, sich diesem Thema intensiver als bisher zu widmen: Märkte, Talente und die Unternehmenskultur

  1. Das Internet wird zunehmend weiblich, Frauen treffen heute bereits einen Großteil der Kaufentscheidungen oder sind an ihnen beteiligt. Das Unternehmen muss auf allen Führungsebenen den Markt und vor allem auch die Leserschaft abbilden.
  2. Ein weiterer Aspekt ist die Gewinnung und Förderung von Talenten. Schon heute sind bereits mehr als die Hälfte aller Hochschulabsolventen Frauen – meist mit besserem Abschluss. Unter Berücksichtigung der Bevölkerungsstatistik werden Unternehmen in einen Fach- und Führungskräftemangel steuern, wenn nicht alle Potenziale gleichermaßen genutzt werden.
  3. Außerdem zeigen zahlreiche Studien, dass sich Vielfalt in Teams positiv auf die Kreativität auswirkt. Teams, die sich aus unterschiedlichen Persönlichkeiten und Charakteren zusammensetzen, schaffen eine modernere Unternehmenskultur und ein besseres Betriebsklima.

Axel Springer hat sich bewusst gegen eine Frauenquote entschieden. „Wir wollen nicht Frauen fördern, weil sie Frauen sind und wir wollen nicht auf allen Ebenen unternehmensweit eine feste Prozentzahl zementieren und vor allem wollen wir keinen wilden Aktionismus auslösen,“ so der Projektleiter von Chancen:gleich! Jörg Schweikart, Leiter Controlling, Mergers & Acquisitions und Recht.  „Entscheidend bleibt die Leistung und das Entwicklungspotential, egal ob Frau oder Mann.“ 

Eine besondere Aufgabe kommt für die Zielerreichung dem Personalbereich zu. Die Personalprozesse sollen modernisiert und eine nachhaltige Förderung von Männern wie Frauen gleichermaßen sichergestellt werden. So soll künftig ein standardisierter und transparenter Auswahl- und Besetzungsprozess etabliert werden, der für alle verbindlich ist. Im Gespräch mit den Bereichen werden Nachfolgeplanungen besprochen, der gesamte Prozess wird von einem Management Development Board begleitet, justiert und überwacht. Dieses Gremium setzt sich aus verschiedenen Führungskräften zusammen.

Ab Juli 2010 muss für jede neu zu besetzende Führungsposition mindestens ein Mann und eine Frau nominiert werden. Im Vordergrund des Auswahlprozesses stehen weiterhin die Qualifikation und Leistung, die endgültige Entscheidung über die Besetzung wird weiterhin der bzw. die jeweilige Vorgesetzte treffen. Darüber hinaus wurden weitere Handlungsfelder definiert, für die innerhalb der Projektgruppe nach und nach Maßnahmen entwickelt werden. Ein Aspekt dabei ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Flexibilisierung der Arbeitszeiten.

Mehr Energieeffizienz in der digitalen Datenverarbeitung

Axel Springer Media Systems Mitglied im Netzwerk "Green IT Berlin Brandenburg"

Je stärker wir unsere journalistischen Inhalte künftig über das Internet und auf mobile Lesegeräte übertragen, umso bedeutender wird künftig auch die Frage des spezifischen Energieverbrauchs und damit der CO2-Effizienz von Server- und Rechenzentren. Um zusammen mit anderen Unternehmen Möglichkeiten der Innovation besser ausloten zu können, ist der Bereich Axel Springer Media Systems (ASMS) Mitglied im Netzwerk "Green IT Berlin Brandenburg“ geworden.

„Ziel ist Identifikation besonderer „Stromfresser“ sowie die Umsetzung energiesparender IT-Lösungen“, erklärt Peter Samulat von ASMS. „Für uns bietet es die Möglichkeit über übergreifende technische Infrastrukturen nachzudenken aber auch zu überlegen, ob man nicht  auch am eigenen Schreibtisch energieeffizienter arbeiten kann“.

Recherche zu Initiativen der Nachhaltigkeits-Transparenz in der Herstellungskette mobiler Lesegeräte

Ein Schwerpunkt des Nachhaltigkeitsmanagements liegt traditionell bei der Optimierung sozialer und ökologischer Standards von Druckpapier, auf dem journalistische Inhalte zum Leser transportiert werden. Dazu befasst sich die Axel Springer AG seit Anfang der neunziger Jahre mit Nachhaltigkeitsaspekten der Holz-, Zellstoff-, Papier-, Druck- und Recyclingkette.

Je stärker wir unsere journalistischen Inhalte künftig über das Internet und auf mobile Lesegeräte übertragen, umso bedeutender wird künftig auch die Transparenz der Standards entlang der digitalen Wertschöpfungskette. Dazu will sich das Referat Nachhaltigkeit zusammen mit Fachbereichen einen genaueren Einblick in die Herstellungsstufen von Geräten verschaffen. Das besondere Interesse gilt dabei den praktizierten sozialen und ökologischen Standards sowie der in diesem Zusammenhang international stattfindenden Nachhaltigkeits-Diskussion der betreffenden Stakeholder.

Nachhaltigkeitsmanagement bei PACE Paparazzi Catering & Events GmbH

Das Tochterunternehmen PACE Paparazzi Catering & Events GmbH will in der Catering-Branche zu den Nachhaltigkeits-Vorreitern zählen. Als erstes Unternehmen der Catering-Branche hat PACE einen Nachhaltigkeitsbericht „LEVEL A“ ausgearbeitet und sich die Vollständigkeit von der Global Reporting Initiative GRI in Amsterdam bestätigen lassen.

Auf der Tagesordnung steht jetzt die Einführung von Konzepten für „Nachhaltige Veranstaltungen“ („Green Events“). Dazu müssen bei PACE Unternehmensgrundsätze erweitert, spezifische Kennzahlen entwickelt und Lieferanten von Lebensmitteln nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten bewertet werden.