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Neben Steuerung und Information gehört die Generierung spezifischer Umweltkennzahlen zu den wesentlichen Aufgaben des Umweltcontrollings. Die Kennzahlen verdichten Umweltdaten auf eine überschaubare Anzahl und erleichtern damit die Planung von Verbesserungen sowie die frühzeitige Entdeckung von Schwachstellen im System. Wenn zum Beispiel das Abfallaufkommen einer Druckerei gegenüber dem Vorjahr steigt, kann umgehend mit der Forschung nach Ursachen begonnen werden und Maßnahmen zur Verbesserung können durchgeführt werden. Umweltkennzahlen erfüllen somit die Funktion eines Frühwarnsystems. So kann auch die Wirksamkeit von Maßnahmen in den verschiedenen Produktionsstandorten verglichen werden.
Mit dieser Formel werden bei Axel Springer die spezifischen Umweltkennzahlen für die Druckstandorte berechnet:
Kennzahlen der Stoff- und Energieflüsse: Die Effizienzkennzahlen der Stoff- und Energieflüsse drücken aus, wie viel Papier, Druckfarbe, Energie und Wasser je Quadratmeter bedruckter Fläche im Berichtszeitraum an jedem Druckstandort eingesetzt wurden. Auch für Abfall und Luftemissionen werden diese Kennzahlen gebildet.
EDV für die Stoff- und Energiebilanz: EDV-Systeme zur Bereitstellung von Umweltdaten werden Umweltinformationssysteme (UIS) genannt. Für die Stoff- und Energiebilanz nutzt die Axel Springer AG die bereits vorhandenen Materialdaten aus SAP/R3. Alle wesentlichen Materialstammdaten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden einem Umweltkonto in der Betriebsbilanz zugeordnet. Die Materialeingänge werden monatlich in das UIS übernommen.