Nachhaltigkeitsbericht 2009




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Nachhaltigkeitsbericht 2009

Der Nachhaltigkeitsbericht 2009 erscheint im September 2010.

Lesen Sie bereits jetzt einen Artikel aus der Sonderbeilage anlässlich "60 Jahre Axel-Springer-Haus Hamburg":

Im grünen Dialog

Nachhaltigkeit ist ein eher sprödes Wort, inzwischen aber ein fester Begriff. Viel wichtiger: Dessen Bedeutung konnte in der Gesellschaft verankert werden. Zum Glück. Seit 1992 sorgt Florian Nehm als Nachhaltigkeitsbeauftragter bei Axel Springer dafür, dass die AG ihren Beitrag zum umweltbewussten Wirtschaften leistet. Das beginnt bei den Wäldern als Papierquelle, geht über Green IT und endet beim Nachhaltigkeitsbericht, der alle zwei Jahre digital vorgelegt wird.

Natürlich steht die Axel Springer AG auch unter Beobachtung von Umweltschutzorganisationen. Allen voran Greenpeace Deutschland. Sie ist die größte und einflussreichste ihrer Zunft hierzulande und feiert 2010 ihre Gründung vor 30 Jahren. Kürzlich kamen Florian Nehm und Oliver Salge, Leiter der Wald- und Meereskampagne von Greenpeace-Deutschland, in der Hamburger Greenpeace-Zentrale zusammen, um eine Zwischenbilanz der nicht immer einfachen, aber von gegenseitigem Respekt geprägten Beziehung zu ziehen. Das Gespräch, aus dem hier Auszüge folgen, dokumentierte die Journalistin Eva Goris. cle

Florian Nehm (r.) und Oliver Salge am Totempfahl vor der Hamburger Zentrale von Greenpeace Deutschland

(…) Man kennt sich seit Jahren und ist sich im gelegentlich auch harten Austausch um konstruktive Lösungen für „sauberes“ Papier nähergekommen. Man hat gemeinsam viel erreicht. Es ist keine Liebesbeziehung. Trotzdem ist eins bei allen Gegensätzen sofort spürbar: Man zollt sich gegenseitigen Respekt. „Keine Innovation ohne Konflikt“ – ein Satz, dem beide sofort zustimmen. (…)

Zwischen Greenpeace und der Axel Springer AG ging es 1993 beim ersten Protest von Greenpeace vor dem Haupthaus des Verlages zunächst um eine einfache Frage: „Wie viel Wald kostet Ihre Zeitschrift?“ Doch diese Frage war damals geradezu revolutionär. Erst seit der Klimadebatte fragt heute jedermann ganz selbstverständlich nach dem ökologischen Fußabdruck eines Produktes. „Damals war der Blick auf die Wertschöpfungskette neu“, erinnert sich Florian Nehm. Es gab mehr Fragen als Antworten. Wo fängt die Verantwortung für Verlagsprodukte an? Vor dem Druckereitor oder schon früher? (…)

Während andere Verlagshäuser Greenpeace lapidar an die Papierindustrie verwiesen und im Gegenzug mit weiteren Protestaktionen (…) konfrontiert wurden, lautete das Fazit im Hause Axel Springer von Anfang an: „Niemand darf von der gesamten Herstellungskette unserer Produkte mehr verstehen als die Verantwortlichen in unserem Unternehmen selber.“ Papier als ungeklärte Quelle? Die Antwort des Medienhauses auf die provozierende Fragestellung der Umweltschützer hieß damals: „Gebt uns vier Wochen Zeit, dann geben wir euch eine Antwort.“ (…)

Die Axel Springer AG legt Wert auf Nachhaltigkeit. Das heißt: Die Artenvielfalt muss gewährleistet sein, damit Tier- und Pflanzenarten durch die Waldnutzung nicht gefährdet werden. (…) Außerdem legt der Verlag großen Wert darauf, dass nicht mehr Holz geerntet wird als nachwächst. In diesem Punkt gehen die Waldnutzungsstandards Oliver Salge nicht weit genug. „Es handelt sich dabei um eine ökonomische Nachhaltigkeit aus der Sicht von Forstleuten. Ökologisch betrachtet kann man mit Blick auf wertvolle Biotope nicht einfach einen Baum durch einen neuen Baum ersetzen.“ Trotzdem: Für Salge sind die Waldnutzungsstandards des Hauses Springer „wichtige Ergebnisse“. Und er fügt hinzu: „Bei aller Härte der Auseinandersetzung (…) hatten wir nie das Gefühl, die wollen von Greenpeace nur ein Greenwashing.“

Das vollständige Interview wird mit dem Nachhaltigkeitsbericht 2009 veröffentlicht.