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Bei dem heute international verwendeten Begriff „Nachhaltigkeit“ („Sustainability“) geht es um die Ausgewogenheit von Schutz der Umwelt, wirtschaftlichem Wohlstand und Erhaltung sozialer Grundrechte in Gegenwart und Zukunft.
Das wirtschaftliche, soziale und ökologische Verhalten von Unternehmen – also ihre Leistung für eine „Nachhaltige Entwicklung“ – wird von einer global vernetzten Öffentlichkeit aufmerksam beobachtet. Daher liegt immer mehr Unternehmen daran, ihre Tätigkeit transparent und nachprüfbar darzustellen.
Es gibt die Empfehlungen der „Global Reporting Initiative“ (GRI). Berichte, die sich an der GRI orientieren, sind vergleichbar (www.globalreporting.org). Eine deutsche Übersetzung der GRI kann unter www.globalreporting.org heruntergeladen werden.
Die GRI entstand 1997 aus einer gemeinsamen Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und der „Koalition für umweltverantwortliches Wirtschaften“ (CERES). Mittlerweile beraten sich in ihr Fachleute aus vielen Bereichen und Erdteilen. Sitz der GRI ist Amsterdam.
Die GRI-Indikatoren beziehen sich auf die drei Bereiche Soziales, Ökologie und Ökonomie. Die Leistungen des Unternehmens in diesen Bereichen sollen beschrieben und ggf. durch Kennzahlen ergänzt werden.
Zumindest die sogenannten „Kernindikatoren“ sollten berücksichtigt werden. Aber nicht jedes Unternehmen verfügt über alle verlangten Informationen bzw. möchte diese veröffentlichen. Wichtig ist, dass die Gründe für die Nichtveröffentlichung genannt werden. Allgemein gilt: Je mehr Indikatoren dokumentiert werden, desto besser.
Axel Springer bekennt sich zu seiner Verantwortung für die Umwelt. Denn es schreibt sich besser und glaubwürdiger über Umweltfragen, wenn sich auch das Unternehmen aktiv für den Schutz der Umwelt einsetzt.
Zu den Umweltleitlinien und Zielen des Unternehmens zählen an erster Stelle die Schärfung des Umweltbewusstseins bei Lesern, Geschäftspartnern und Mitarbeitern sowie die kontinuierliche Senkung von Energie- und Wasserbedarf, Emission und Abfall je produzierter Zeitung und Zeitschrift.
Im Zentrum der Unternehmenskultur bei Axel Springer steht der Mensch. Motivierte und kompetente Mitarbeiter machen gute Produkte. Soziale Verantwortung hat bei Axel Springer eine lange und gute Tradition. Der Vorstand fühlt sich dieser Tradition verpflichtet: „Soziale Kälte wird es bei Springer nicht geben. Wer dem Unternehmen viele Jahre lang loyal und engagiert gedient hat und eines Tages nicht mehr arbeiten kann oder nicht mehr soll, der muss anständig behandelt werden“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Döpfner.
Die Zertifizierung der Druckereien nach dem EU-Öko-Audit und die Einführung des Umweltcontrollings waren wichtige Schritte. Pilotprojekte zur Transparenz der Papierkette sowie Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte wurden wiederholt ausgezeichnet. Aktives Nachhaltigkeitsmanagement ist für Axel Springer ein Indikator für erfolgsorientierte Unternehmensführung.
Alle bedruckbaren Papiere, die als Träger von Informationen dienen. Um den Anforderungen von Druckern, Verlegern und Anzeigenkunden gerecht zu werden, müssen sie eine gute Bedruckbarkeit bieten (z.B. gleichmäßige, rasche Farbannahme, Oberflächenglätte und eine ausreichende Opazität – was bedeutet, dass der Druck nicht auf der Rückseite durchscheinen darf). In Deutschland werden Druck- und Pressepapiere einschließlich Zeitungsdruckpapier zusammengefasst. Sie machen rund 50 Prozent der gesamten Produktion von Papier, Karton und Pappe aus, die 2001 bei rund 18 Millionen Tonnen lag.
Die wichtigsten Herkunftsländer sind Schweden, Finnland, Deutschland und Norwegen. Geringere Mengen kommen aus Frankreich, Österreich, England, Russland und Kanada. Die Liste der Lieferanten
Optimierung der Papierkette: Für den Druck der Zeitungen und Zeitschriften wurden im Jahr 2002 rund 455.000 Tonnen Druckpapier eingekauft. Der Verlag setzt sich gegenüber der Forstwirtschaft sowie seinen Lieferanten von Papier, Druckmaschinen und Druckfarben für eine kontinuierliche ökologische Optimierung der Produktionsverfahren ein.
Um die ökologische Qualität seiner Zeitungen und Zeitschriften besser garantieren zu können, hat Axel Springer schon 1995 Waldnutzungsstandards für seine Lieferanten eingeführt. Die Einhaltung wird durch Stichproben vor Ort überprüft. Zusätzlich nimmt heute die Bedeutung von ökologischen Gütezeichen für Forstprodukte zu.
Damit der Papierrecyclingkreislauf funktioniert, müssen kontinuierlich Frischfasern zugeführt werden, weil Altpapier nicht beliebig oft wiederverwertet werden kann.
Eine Fichte ergibt mehr als 37.000 Zeitungsseiten: Eine Modellrechnung zeigt, dass aus den Fasern einer durchschnittlich großen Fichte aus schwedischer Durchforstung (Alter 30 bis 60 Jahre) insgesamt 37.440 Zeitungsseiten (Papiergewicht 42,5 g pro Quadratmeter, Format 40 x 57 cm) hergestellt werden können. 13.440 Seiten lassen sich allein aus den frischen Holzfasern herstellen. Weitere 24.000 Zeitungsseiten werden durch ihr Recycling gewonnen.
Alle in Deutschland hergestellten Papiere bestehen mittlerweile im Schnitt zu 65 Prozent aus Altpapier. Die Altpapiererfassung ist nahezu ausgeschöpft und kaum zu steigern. Außerdem würde bei einem noch höheren Anteil die Papierqualität leiden – und das mindert die Bedruckbarkeit und Reißfestigkeit (wichtig beim Rotationsdruck).
In Deutschland besteht ein gut funktionierendes Sammelsystem für Altpapier. Rund 80 Prozent der ausgelesenen Zeitungen und Zeitschriften werden bereits für die Papier- und Kartonherstellung recycelt.
Es gibt und 3.000 verschiedene Papier-, Karton- und Pappsorten und vier Hauptproduktionsgruppen: graphische Papiere, Verpackungspappe und -papier, Hygienepapiere und Spezialpapiere.
Man kann aus Polyamid oder Polypropylen etwas herstellen, das aussieht wie Papier und sich auch so anfühlt. Es ist besonders reißfest, wasserabweisend und langlebig. Diese Kunststoffpapiere werden u.a. für langlebige Dokumente wie Führerscheine oder Landkarten verwendet. Der Nachteil: Kunststoffe sind Produkte aus Erdöl – einem nicht nachwachsender Rohstoff.
Nein. Für Pressepapier sind Tropenholz-Fasern zu kurz bzw. zu hart. In Europa wird für die Herstellung von Pressedruckpapier kein Tropenholz eingesetzt.
Fast. Wegen der hohen Temperaturen (bis zu 130 Grad Celsius) in der Papiermaschine sterben die meisten Keime ab.