Waldnutzung




  • Schrift vergrößern
  • Schrift verkleinern

Waldnutzung

Druckpapier aus Fichten und Kiefern

Transparenz der Herkunft als wichtige Voraussetzung zur Sicherung ökologischer und sozialer Standards

Pressedruckpapier
Pressedruckpapier wird vor allem aus
Nadelholz hergestellt.

Nachwachsende Rohstoffe

Druckpapier für Zeitungen und Zeitschriften wird aus den Fasern von Fichten und Kiefern hergestellt. Diese Nadelhölzer für unsere Druckpapiere wachsen im Grüngürtel der nördlichen Erdhalbkugel – gespeist von Wasser, Nährstoffen und Sonnenenergie. Druckprodukte wie Zeitungen, Zeitschriften und Kataloge werden nach Gebrauch als Altpapier gesammelt und als Rohstoff z.B. für neues Zeitungsdruckpapier eingesetzt. In Deutschland werden etwa 80 Prozent der graphischen Papiere (dazu gehören Zeitungen und Zeitschriften) verwertet. So kommt ein Großteil der Holzfasern mehrfach zum Einsatz.

Eine Fichte ergibt mehr als 37.000 Zeitungsseiten

Eine Modellrechnung zeigt, dass aus den Fasern einer durchschnittlich großen Fichte aus schwedischer Durchforstung (Alter 30 bis 60 Jahre) insgesamt 37.440 Zeitungsseiten (Papiergewicht 42,5 g pro Quadratmeter, Format 40 x 57 cm) hergestellt werden können. 13 440 Seiten lassen sich allein aus den frischen Holzfasern herstellen. Weitere 24.000 Zeitungsseiten werden durch ihr Recycling gewonnen.

Projektberichte

Innovative, grenzüberschreitende Kooperationen zur Förderung ökologischer und sozialer Standards

„From Russia with Transparency“

(auch „Tihkvin-Project“, 2006): Dokumentiert wird die erste Phase einer Kooperation des Papierherstellers Stora Enso mit den Verlagshäusern Time Inc. (New York),  Random House Group (London) und Axel Springer (Berlin) und der Nichtregierungsorganisation “Transparency International“. Ein Schwerpunkt ist die Förderung der Nachhaltigkeit sowie die Bekämpfung von Korruption im grenzüberschreitenden Holzhandel zur Herstellung von Druckpapier.

PDF (1,2 MB)

„Tracing Russian Wood Imports“ (2002)

In einem Gemeinschaftsprojekt hat Axel Springer mit dem finnischen Papierhersteller UPM-Kymmene und der Otto Gruppe die Holzkette vom Wald in Russland bis zur Papierfabrik in Finnland transparent gemacht. Der Projektbericht „Tracing Russian Wood Imports“ zeigt, wie die Holzimporte aus Russland ökologisch überprüft werden. Hier kommen auch kritische Stimmen der russischen Forstverwaltung sowie der Umweltorganisation Greenpeace-Russland zu Wort.

PDF (152 KB)

„Ökologische Verbesserungen in der Papierkette“ (1998)

Hier geht es um Hintergründe, Ziele und Umsetzung einer Kooperation der Otto Gruppe und Axel Springer mit 8.900 norwegischen Waldbesitzerfamlien und dem Papierhersteller Norske Skog.

PDF (74 KB)

Waldnutzungsstandards

Seit 1995 wird beim Einkauf von Druckpapier auf sechs leichtverständliche Nachhaltigkeitsindikatoren geachtet

Die Papierlieferanten der Axel Springer AG werden außer nach den Kriterien Produktqualität, zuverlässige Versorgung und marktgerechte Preisen auch nach ökologischen Gesichtspunkten ausgewählt. Dazu wurden schon 1995 sechs Waldnutzungsstandards vereinbart.

  1. Nachhaltigkeit
    Es darf nicht mehr Holz geerntet werden als nachwächst.
  2. Artenvielfalt
    Die Waldnutzung darf Tier- und Pflanzenarten nicht gefährden.
  3. Kontrolle
    Der Papierhersteller soll als Holzeinkäufer Öko-Kontrollen durchführen.
  4. Schulung
    Der Papierhersteller soll für die notwendigen ökologischen Kenntnisse (z.B. bei Waldarbeitern) sorgen.
  5. Ureinwohner
    Der Papierhersteller nimmt auf Ureinwohner (z.B. die Sami in Nordskandinavien) Rücksicht.
  6. Offene Information
    Der Papierhersteller unterrichtet die Öffentlichkeit über ökologische Fortschritte und Probleme.

Ökologische Gütesiegel

Um für Holz- bzw. Papierkunden eine gute ökologische Qualität garantierbar zu machen, haben sich – nach zum Teil heftigen Debatten – zwei führende Gütesiegel für Holzprodukte etabliert, die sich inzwischen recht ähnlich sind.

Gütesiegel für Holzprodukte

FSC PEFC
(Forest Stewardship Council). Das internationale Öko-Siegel für Forstprodukte wurde 1993 in Toronto unter anderem von führenden Umweltorganisationen gegründet. Es wird hauptsächlich von Umweltorganisationen, aber auch von Waldbesitzern und Holzverarbeitern getragen. (Programme for the Endorsement of Forest Certification). Das europäische Öko-Siegel für Forstprodukte wurde 1999 in Paris von den europäischen Waldbesitzerverbänden unter dem Namen „Pan European Forest Certification” gegründet. Es wird insbesondere von den europäischen Waldbesitze- rverbänden getragen.
FSC

Info: www.fsc-deutschland.de

PEFC

Info: www.pefc.de