Internationalisierung (1996–2006)




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Internationalisierung (1996–2006)

Axel Springer überschreitet nicht nur die Grenzen seiner Kernmärkte in Deutschland, wobei ein Schwerpunkt in den mittel- und südosteuropäischen Ländern liegt. Auch bei der kreativen Mitgestaltung des Multimediazeitalters geht der Verlag neue Wege. Im Internet finden sich mittlerweile eine Vielzahl von Online-Services von Zeitungen wie BILD und DIE WELT über Zeitschriften wie AUTO BILD und COMPUTER BILD bis hin zu eigenständigen Online-Angeboten. Im TV-Geschäft ist das Unternehmen mit Beteiligungen an Sendern und einer TV-Produktionsgesellschaft engagiert. Im sechsten Jahrzehnt wandelt sich der Konzern von einem deutschen Verlagshaus zu einem international agierenden Medienunternehmen.

1998

Start des Frauentitels OLIVIA in Polen.

Erwerb des spanischen Zeitschriftenverlages Hobby Press S.A.

Start von COMPUTER BILD-Ausgaben in Polen und Spanien sowie AUTO BILD in der Schweiz und Österreich.

Erwerb der Econ & List Verlagsgesellschaft.

Start von EURO am SONNTAG.

1999

Erwerb der Fernsehproduktionsgesellschaft Schwartzkopff TV.

Erwerb der Mehrheit an der schweizerischen Verlagsgruppe HandelsZeitung.

Start des Internet-Buchshops Booxtra. 25-prozentige Beteiligung an Studio Hamburg.

Gründung der Metropol Film- und Fernsehgesellschaft in Berlin (Metropol Film) zusammen mit Studio Hamburg.

Übernahme des rumänischen Zeitschriftenverlages LvB Invest International (heute Axel Springer Editura SRL).

Start des Frauentitels OLIVIA in Rumänien.

Start der Zeitschrift COMPUTER BILD SPIELE.

2000

Gründung der Senderfamilie ProSiebenSat.1 Media AG (11,5-Prozent-Anteil). Integration von 15 in- und ausländischen Jugend- und Musikzeitschriften/Gründung der AS Young Mediahouse GmbH, München (im Juli 2006 umfirmiert zu Axel Springer Mediahouse München).

Beteiligung am Immobilienportal PropertyGate.com. Start der Jugendzeitschrift YAM!.

Start des Schweizer Anlegermagazins STOCKS. Gründung der portugiesischen Joint-Venture-Gesellschaft Reviproc Lda. mit dem Partner SKD (A BOLA) und Start von AUTOFOCO.

Mehrheitsbeteiligung an der französischen Verlagsgesellschaft Media Mag SA, Paris.

Start der Computerzeitschrift PC TODAY in Spanien und AUTO BILD in Portugal.

Gründung der Corporate-Venture-Capital-Gesellschaft AS Venture.

Grundsteinlegung für das Neubauprojekt in Berlin auf dem Gelände der ehemaligen Druckerei in der Kochstraße.

Richtfest für den Erweiterungsbau der Offsetdruckerei Ahrensburg inklusive weitreichender Investitionen in modernste Technologie.

2001

Start umfassender Reinvestitionsmaßnahmen in der Tiefdruckerei Ahrensburg.

Nach Übernahme des Wilhelm Heyne Verlages werden die Buchverlage zur Verlagsgruppe Ullstein Heyne List zusammengeführt.

Gründung des AS Auto-Verlages und Übernahme sämtlicher Titelrechte des az Auto Verlages und "Autotest & Tuning" Verlages.

Start der Zeitschrift AUTO BILD MOTORSPORT.

Axel Springer Polska startet das monatliche Wirtschaftsmagazin PROFIT und bringt das Wochenmagazin NEWSWEEK Polska heraus.

Axel Springer und T-Online gründen die gemeinsame Tochtergesellschaft Bild.de/T-Online AG.

Start der Computerspielezeitschrift COMPUTER HOY JUEGOS in Spanien.

Start des Männermagazins MAXIM.

Nach den antiamerikanischen Terroranschlägen vom 11. September nimmt Axel Springer am 12. September 2001 ein Bekenntnis zum transatlantischen Bündnis in die Unternehmensgrundsätze auf.

Die Redaktionen und Verlage der in Berlin erscheinenden Zeitungen BERLINER MORGENPOST und DIE WELT werden zusammengeführt. Die Inhalte werden fortan unter der Leitung einer gemeinsamen Chefredaktion von einer Redaktion produziert. Beide Zeitungen bleiben eigenständige Titel.

2002

Start von AUTO BILD ALLRAD.

In Bulgarien erscheint AUTO BILD.

Die AS Interactive GmbH (ehemals CompuTel GmbH) koordiniert die Aktivitäten von AS Content GmbH, CompuTel Telefoninformationsservice Ges.m.b.H., Wien, AS Kontakt sp.zo.o., Warschau, und Aktuell Pressefernsehen GmbH. AS Interactive wird im November 2005 verkauft. Gleichzeitig übernimmt asdirekt, der Dienstleister für Kundenbetreuung und -beratung, die Mehrheit (90 Prozent) an AS Kontakt, Warschau.

Erstausgabe des Sonderhefts TIER BILD. Im BILD-typischen Stil bietet es Nachrichten, Unterhaltung und Service rund um das Thema „Tiere“.

AS France übernimmt die französische Lizenzausgabe von MEN'S HEALTH. Die französische Tochtergesellschaft von Axel Springer startet zudem die monatliche Frauenzeitschrift BIEN DANS MA VIE!.

BILD – die auflagenstärkste Zeitung Europas – feiert am 24. Juni ihren 50. Geburtstag.

Am 1. Juli begeht das Unternehmen das Richtfest des Neubaus in der Berliner Kochstraße. Die Axel-Springer-Passage bietet seit Anfang 2004 als Büro- und Dienstleistungskomplex eine Bruttogeschossfläche von 64.000 qm zur Eigennutzung und für Fremdmieter.

STARFLASH, das monatlich erscheinende Jugendmagazin, startet im Axel Springer Mediahouse München.

24. September 2002 – erste außerordentliche Hauptversammlung der Axel Springer AG.

Das bislang von der insolventen Kirch-Gruppe gehaltene Aktienpaket an Axel Springer (40 Prozent) wird am 8. Oktober von der Deutschen Bank ersteigert. Von diesem Paket übernimmt Friede Springer 10,4 Prozent der Aktien. Somit stehen Friede Springer unter Berücksichtigung ihrer Mehrheitsbeteiligung an der Axel Springer Publizistik GmbH & Co rund 55,4 Prozent der Stimmrechte aufgrund Inhaberschaft bzw. Zurechnung zu.

Die Axel Springer AG stiftet das "George H. W. Bush Fellowship". Durch dieses Stipendium wird amerikanischen Politikexperten der Forschungsaufenthalt an der American Academy in Berlin ermöglicht.

Erstmals erscheint das BILD der FRAU-Sonderheft "Wohnen & Gestalten".

An der Geburtsstätte des HAMBURGER ABENDBLATTES (An der Alster 61, Gebäude der Volksfürsorge Versicherungsgruppe) wird eine Bronzetafel enthüllt, die an den Verleger und Zeitungsgründer Axel Springer erinnert.

Die Immobilienanzeigen der Zeitungen und Online-Portale von Axel Springer erhalten einen gemeinsamen Internetauftritt mit den Angeboten des Ring Deutscher Makler (RDM) unter www.immonet.de.

Die FUNK UHR feiert ihren 50. Geburtstag.

FAMILIE & CO. verleiht erstmalig das „Goldene Schaukelpferd“ als Preis für das beste Spielzeug.
Die BERLINER MORGENPOST und das HAMBURGER ABENDBLATT werden mit dem European Newspaper Award ausgezeichnet.

Axel Springer Mediahouse München verlegt die deutsche Ausgabe des Musikmagazins ROLLING STONE.
Dr. Leo Kirch legt sein Mandat im Aufsichtsrat der Axel Springer AG zum Ablauf des 22. November 2002 nieder.

Axel Springer Budapest, das ungarische Tochterunternehmen, startet am 7. Dezember 2002 die neue wöchentliche Programmzeitschrift SZÍNES TV MÜSOR („Farbiges Fernsehmagazin“).

Zum Jahresende trennt sich Axel Springer von seiner Mehrheitsbeteiligung an der TIROLER TAGESZEITUNG, Innsbruck.

2003

Im Rahmen der Strategie der Portfoliobereinigung verkauft Axel Springer mit Wirkung zum 1. Januar 2003 mehrere Tochterunternehmen und Beteiligungen: Die Buchsparte Ullstein Heyne List geht an die Verlagsgruppe Random House, die Teile davon (u. a. Ullstein, Propyläen) an den Bonnier Verlag weiterveräußert.

Die Anteile an den TV-Produktionsgesellschaften Multimedia, Cinecentrum, Studio Berlin Metropol und Studio Hamburg Produktion für Film und Fernsehen gehen an den Mitgesellschafter Studio Hamburg.

Anlässlich des 90. Geburtstags von Axel Springers langjährigem Vertrauten Ernst Cramer stiftet die Axel Springer AG das „Ernst Cramer Fellowship“. Es ermöglicht Arbeitsaufenthalte deutscher Journalisten in Israel und israelischer Journalisten in Deutschland.

Am 15. April wird das neue Corporate Design des Konzerns der Öffentlichkeit präsentiert. Der Name des Gründers und vier farbige Quadrate stehen in Zukunft für das Unternehmen. Am 16. April beschließt die Hauptversammlung die Umfirmierung des Unternehmens in Axel Springer AG.

Mit FRAU von HEUTE startet Axel Springer Ende April einen frischen, preiswerten Frauentitel.

Europas größte wöchentliche Frauenzeitschrift BILD der FRAU feiert ihren 20. Geburtstag. Chefredakteurin ist seit 20 Jahren Andrea Zangemeister.

Die europäische Erfolgsmarke AUTO BILD startet im Mai in Indonesien. Für die Lizenzausgabe wurde eine Vereinbarung mit der PT Gramedia Magazine Group getroffen.

Im Mai wird gemeinsam mit dem Ring Deutscher Makler (RDM) das Immobilienportal IMMONET mit einer zentralen Datenbank an den Start gebracht. IMMONET ist damit das größte Online-Portal für RDM-Immobilien in Deutschland.

Die Anteile am Radiosender HIT RADIO FFH in Hessen werden im Juli von bisher 12,5 Prozent auf 15 Prozent erhöht. Axel Springer ist damit größter Einzelgesellschafter.

Im August erfolgt die Veröffentlichung von Leitlinien für die journalistische Arbeit bei Axel Springer. Diese von Chefredakteuren und Verlagsgeschäftsführern abgestimmten Standards dienen der Sicherung eines unabhängigen und kritischen Journalismus bei Axel Springer.

Die Monatszeitschrift AUTOMOBIL TESTS, hervorgegangen aus AUTOMOBIL, positioniert sich seit August als das einzige Kaufberatungsmagazin im Autosegment. Herzstück ist die Rubrik "Kaufberatung des Monats".

Mit Wirkung zum 30. September verkauft die Axel Springer AG die seit 1979 zum Konzern gehörende Weltkunst Verlag GmbH, München, an die Starnberger Beteiligungsgesellschaft Arques Gruppe. Damit schließt Axel Springer den Rückzug aus der Buchsparte ab.

Das internationale Engagement von Axel Springer wird ausgebaut: Im September gründet Axel Springer in Moskau Axel Springer Russia, die vierte Tochtergesellschaft in Osteuropa. Axel Springer Budapest bringt am 18. September das wöchentliche Frauenmagazin FANNY auf den Markt. In der Ukraine startet am 25. September eine weitere Lizenzausgabe der Erfolgsmarke AUTO BILD.

JOLIE, die junge monatliche Frauenzeitschrift im Pocketformat aus dem Axel Springer Mediahouse München, startet am 30. September.

Als neunten Titel in der Tschechischen Republik startet Axel Springer Praha am 8. Oktober mit SVET POCÍTACU ("Welt der Computer") eine weitere Version von COMPUTER BILD.

Die weltweit 17. Ausgabe von AUTO BILD erscheint am 5. November in Mazedonien.

Axel Springer Polska startet am 22. Oktober mit FAKT eine neue Tageszeitung in Polen. Schon zwei Monate nach dem Start ist FAKT der Tageszeitungs-Marktführer: Der offiziellen polnischen Auflagenkontrolle ZKDP zufolge verkauft FAKT im Dezember 2003 durchschnittlich über 500.000 Exemplare.

Die Aktionärsstruktur der Axel Springer AG erfährt im Oktober/November wesentliche Änderungen: Von der Deutschen Bank erwirbt der amerikanische Finanzinvestor Hellman & Friedman 19,4 Prozent der Aktienanteile. Weitere 10 Prozent erwirbt die Axel Springer AG durch ein freiwilliges öffentliches Aktienrückkaufprogramm. Die Aktionärsstruktur des Unternehmens sieht damit wie folgt aus: Axel Springer Gesellschaft für Publizistik (50 % + 10 Aktien), Friede Springer (10 %), Hellman & Friedman (19,4 %), Axel Springer AG (10 %), Streubesitz (10,6 %).

Am 28. November startet in Rumänien die Frauenzeitschrift LOOK!. Der Monatstitel im Pocketformat wird herausgegeben von RPG (Romanian Publishing Group), einem Joint Venture der Axel Springer AG mit der Schweizer Verlagsgruppe Edipresse und dem griechischen Verlagshaus Liberis Publications.

AUDIO VIDEO FOTO BILD, eine neue Zeitschrift aus der Erfolgsmarken-Familie BILD, startet am 3. Dezember. Sie beschäftigt sich mit allen Themen rund um die Unterhaltungselektronik, speziell Hi-Fi, Heimkino und digitale Fotografie.

2004

Am 13. Januar feiern während des Neujahrsempfangs der Axel Springer AG rund 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien die Eröffnung des nach dreijähriger Bautätigkeit fertiggestellten Berliner Neubaus. Neben der Axel-Springer-Passage, dem Veranstaltungsforum Ullstein-Halle in Ergänzung zu den beiden Verlagshochhäusern und dem neuen repräsentativen Haupteingang in der Axel-Springer-Straße ist das Axel-Springer-Haus komplett. Die der Öffentlichkeit zugängliche Axel-Springer-Passage verfügt über einen eigenen Internet-Auftritt (www.axel-springer-passage.de).

Mit TV DIGITAL bringt Axel Springer die erste deutsche Programmzeitschrift heraus, die speziell für das digitale Fernsehen entwickelt wurde. Sie bietet sowohl das analoge als auch das digitale Fernsehangebot an. Der Titel erscheint 14-täglich.

Rückwirkend zum 1. Januar erwirbt Axel Springer einen Anteil von 14,5 % an der Bielefelder Westfalen-Blatt Zeitungsverlage GmbH. Deren wichtigster Titel ist das WESTFALEN-BLATT mit 5 Haupttiteln und 25 Regionalausgaben.

Axel Springer startet in Russland FORBES RUSSIA, eine Lizenzausgabe des amerikanischen Wirtschaftsmagazins "Forbes". Der Titel bringt eine Mischung aus internationalen und russischen Themen.

In Lettland startet eine Lizenzausgabe des Jugendmagazins POPCORN.

Axel Springer weitet seinen Anteil an Hamburg 1, dem einzigen kommerziellen lokalen TV-Sender Hamburgs, auf 30 Prozent aus. Dieser Anteil wird Mitte 2005 auf 27 Prozent reduziert.

Mit RUSSKIJ NEWSWEEK startet Axel Springer Russia im Juni das erste internationale Nachrichtenmagazin in russischer Sprache.

Die monatliche Frauenzeitschrift ALLEGRA erscheint letztmalig im Juli 2004.

Als weltweit erstes Medienunternehmen veröffentlicht die Axel Springer AG einen Nachhaltigkeitsbericht, der den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) entspricht und auch den umfassenden Kriterienkatalog der "in accordance"-Vorgaben der GRI erfüllt. Der Bericht liegt in digitaler Form vor (www.axelspringer.de/nachhaltigkeit). Axel Springer hat außerdem seine International Social Policy bezüglich Menschenrechte, Kinder- und Jugendschutz, Mitarbeiter-Qualifizierung sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf verabschiedet.

Nach erfolgreichen Tests von WELT KOMPAKT in Berlin und Frankfurt wird im September die bundesweite Einführung der neuen Qualitätszeitung beschlossen. Sie erscheint sukzessive in weiteren Ballungsräumen und Großstädten wie München, Ruhrgebiet, Köln-Düsseldorf, Mannheim-Ludwigshafen, Heidelberg und Hamburg. Die hochaktuelle Kaufzeitung im handlichen Tabloid-Format ist erst die dritte überregionale Tageszeitungsgründung in den letzten 50 Jahren in der Bundesrepublik.

An der Online-Stellenbörse StepStone Deutschland AG beteiligt sich die Axel Springer AG mit 49,9 Prozent. Durch die Kombination von Print- und Online-Stellenanzeigen stärken beide Unternehmen ihre Position im Stellenmarkt. Mit der StepStone-Partnerschaft erweitert die Axel Springer AG, die mit Immonet (einem der führenden Immobilienportale) sowie mit autobild.de (einer der größten Gebrauchtwagenbörsen) bereits im crossmedialen Rubrikengeschäft erfolgreich ist, ihr strategisches Engagement in einem weiteren wichtigen Rubrikenmarkt.

Im Rahmen des Insolvenzplanverfahrens der Taurus TV GmbH i. I. wurde zwischen der Axel Springer AG, der Taurus TV GmbH i. I., der KirchMedia GmbH & Co. KGaA i. I. und anderen Parteien ein Vergleich abgeschlossen: Demzufolge verzichtet die Axel Springer AG auf ihre Rechte aus der zwischen den beteiligten Parteien streitigen Put-Optionsforderung. Die Axel Springer AG behält dafür ihre mittelbare Beteiligung an der ProSiebenSat.1 Media AG von 10,2 Prozent und stockt diese ohne finanzielle Gegenleistung um 1,8 Prozent auf. Der Verlag erhält von der Taurus TV GmbH i. I. eine Zahlung in Höhe von 60,275 Mio. Euro. Darüber hinaus wird für die Axel Springer AG durch den Insolvenzverwalter der KirchMedia GmbH & Co. KGaA i. I. eine Forderung in Höhe von 325 Mio. Euro anerkannt. Die Forderung wird im weiteren Insolvenzverfahren berücksichtigt.

Mit DER FREUND startet Axel Springer im September eine literarische Zeitschrift. In ihr schreiben u.a. internationale Gegenwartsautoren, Architekten und Journalisten. Herausgeber ist Christian Kracht, der Autor von "Faserland" (1995). DER FREUND erscheint vierteljährlich und ist auf acht Ausgaben limitiert.

Die Erfolgsmarke AUTO BILD startet weitere Auslandsausgaben in Estland, Lettland, Finnland, Slowakei sowie in Ungarn und Thailand.

Im September kommt COMPUTER BILD auch in Litauen auf den Markt. Lizenznehmer ist Veidas Periodical Publishing.

Die Axel Springer AG kehrt zur klassischen Rechtschreibung zurück. Den Anfang macht am 3. Oktober die BILD am SONNTAG. Die Tages- und Wochenzeitungen sowie Zeitschriften und Online-Auftritte folgen sukzessive. Damit setzt der Verlag die für seine Publikationen am 6. August angekündigte Rücknahme der Rechtschreibreform um.

Axel Springer Budapest, der größte Verlag in Ungarn, bringt mit GLAMOUR eine Frauenzeitschrift im Pocket-Format auf den ungarischen Markt.

Das von Axel Springer Polska herausgegebene Wirtschaftsmagazin PROFIT wird im Dezember 2004 umgewandelt zu FORBES POLSKA. Damit gibt Axel Springer neben FORBES RUSSIA eine weitere Lizenzausgabe des amerikanischen Wirtschaftsmagazins "Forbes" heraus.

Die internationale Präsenz Axel Springers wird mit zwei weiteren Ausgaben von COMPUTER BILD ausgebaut: Im Dezember 2004 erscheint Europas größte Computerzeitschrift auch in Mazedonien und Italien. Neben Deutschland ist das Magazin darüber hinaus in Litauen, Polen, Tschechien und Spanien vertreten.

Axel Springer und der Holtzbrinck Verlag übernehmen gemeinsam die Aktienmehrheit am Postdienstleister PIN AG. Unter Einbeziehung der verlagseigenen Logistik starten regionale Tochtergesellschaften die Briefzustellung in den Ballungszentren Köln und Frankfurt. Der weitere Ausbau des Briefzustellgeschäfts in Ballungsräumen wird vorbereitet.

2005

Hangzhou Publishing House arbeitet an der Herausgabe einer AUTO BILD-Lizenzausgabe.

Zum Januar 2005 verkauft Axel Springer die Zeitschrift JOURNAL für die FRAU an Hubert Burda Media.

Die Axel-Springer-Tochtergesellschaft Finanzen Verlag (im Mai 2006 umfirmiert zu Axel Springer Finanzen Verlag) übernimmt von der Düsseldorfer Handelsblatt GmbH das Wirtschaftsmagazin "€uro". Im Januar 2005 wird diese Zeitschrift mit dem Magazin FINANZEN verschmolzen und erscheint als €URO – Börse & Wirtschaft für Anleger.

Im Februar startet in Moskau mit WALLPAPER RUSSIA die erste Lizenzausgabe des internationalen Design- und Style-Magazins Wallpaper. Der monatliche Titel erscheint bei Axel Springer Russia.

Axel Springer España startet mit AUDIO VIDEO FOTO HOY die erste Lizenzausgabe von Europas größter Zeitschrift für Unterhaltungselektronik AUDIO VIDEO FOTO BILD. Damit wird die Internationalisierung der COMPUTER BILD-Familie fortgesetzt.

Die Bertelsmann Unternehmensbereiche Arvato, Gruner + Jahr und die Axel Springer AG führen ihre deutschen Tiefdruckbetriebe zusammen. Ziel des neuen Tiefdruckunternehmens Prinovis ist es, im wettbewerbsintensiven europäischen Illustrationsdruckmarkt die Druckaktivitäten langfristig zu sichern und auszubauen. Das Joint Venture mit Sitz in Hamburg verfügt über mehr als 4300 Beschäftigte an fünf Standorten (Ahrensburg, Darmstadt, Dresden, Itzehoe, Nürnberg). 2006 kommt ein weiterer Druckbetrieb in Liverpool hinzu.

Im August 2005 gibt die Axel Springer AG bekannt, dass sie die Mehrheit an der ProSiebenSat.1 Media AG von der P7S1 Holding L.P. übernehmen will. Damit soll das Fernsehgeschäft als zweite strategische Säule des Unternehmens etabliert werden. Am 21. Januar 2006 erklärt die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), sie sehe in der Kombination der starken Position der ProSiebenSat.1-Gruppe im privaten Fernsehen und der überragenden Stellung der Axel Springer AG in der Tagespresse die Bildung vorherrschender Meinungsmacht. Am 23. Januar untersagt das Bundeskartellamt die Übernahme. Seiner Auffassung nach würde die Fusion von Deutschlands größtem Zeitungsverlag mit dem größten Fernsehkonzern zu einer nach dem Kartellrecht nicht genehmigungsfähigen Marktmacht führen. Nach intensiver Prüfung beschließen die Axel Springer AG und die P7S1 Holding L.P. am 1. Februar einvernehmlich, die Übernahmepläne nicht weiter zu verfolgen. Dem liegt die Einschätzung zugrunde, dass aufgrund der zahlreichen wirtschaftlichen und juristischen Unsicherheiten eines möglichen Klageweges oder eines möglichen Ministererlaubnisverfahrens für alle Beteiligten unzumutbare Risiken entstünden.

COMPUTER BILD erscheint nun auch in Rumänien.

AUTO BILD startet in Schweden, Litauen und Aserbaidschan die 25.–27. internationale Ausgabe.