Axel Springer erzielt historisches Rekord-EBITDA im ersten Quartal Erholung des Werbemarktes im zweiten Quartal fortgesetzt



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11.05.10

Axel Springer erzielt historisches Rekord-EBITDA im ersten Quartal -
Erholung des Werbemarktes im zweiten Quartal fortgesetzt

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EBITDA von EUR 119,2 Mio. / Profitabilität in allen operativen Segmenten verbessert / Konzernumsatz steigt um 7,0 Prozent / Starkes Wachstum der digitalen Medien

Axel Springer ist mit einem historischen Rekord-Quartalsergebnis und einem kräftigen Umsatzzuwachs erfolgreich in das Geschäftsjahr 2010 gestartet. Eine Belebung des Werbemarktes, insbesondere im März, Kostendisziplin und positive Effekte aus Restrukturierungsmaßnahmen führten zu einer deutlichen Verbesserung der Profitabilität in allen operativen Segmenten. Der Konzern profitierte zudem vom anhaltend dynamischen Wachstum der digitalen Medien, die ihren Umsatz um mehr als 50 Prozent erhöhten und nach den inländischen Zeitungen den zweitgrößten Umsatzbeitrag lieferten. Hierzu trug die erstmalige Konsolidierung von Akquisitionen zusätzlich bei.

Im ersten Quartal steigerte der Konzern – wie am 20. April 2010 vorab berichtet – das um Sondereffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um 48,4 Prozent auf EUR 119,2 Mio. (Vj.: EUR 80,3 Mio.). Die EBITDA-Rendite legte von 13,0 Prozent im Vorjahresquartal auf 18,0 Prozent zu. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 7,0 Prozent auf EUR 663,7 Mio. (Vj.: EUR 620,0 Mio.). Durch das Wachstum bei den digitalen Medien konnte Axel Springer rückläufige Erlöse in den Printsegmenten deutlich überkompensieren.

Die inländischen Zeitungen verbesserten bei leicht steigenden Werbe- und geringeren Vertriebserlösen ihre Profitabilität deutlich. Die inländischen Zeitschriften erreichten einen Rekordwert bei der EBITDA-Rendite, obwohl das Segment weiterhin durch eine schwache Werbekonjunktur belastet wurde. Die im Vorjahr umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen wirkten sich positiv auf die Ertragslage der internationalen Zeitungen und Zeitschriften aus, die ihre EBITDA-Rendite trotz leicht rückläufiger Segmenterlöse erheblich steigern konnten. Die digitalen Medien profitierten sowohl von der erstmaligen Konsolidierung der neu erworbenen Gesellschaften StepStone, Digital Window und Perfiliate (buy.at) als auch von Erlössteigerungen bei Content-Portalen und weiteren Online-Angeboten.

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, sagte: „Axel Springer hat einen neuen Rekord für das Ergebnis eines ersten Quartals erreicht und die Prognose für das Gesamtjahr angehoben - das beweist: Die Transformation in die digitale Welt bietet für ein Inhalte-Unternehmen viel mehr Chancen als Risiken, und die sehr hohen Gewinnmargen der Zeitungen und Zeitschriften zeigen: Der Abgesang auf das Print-Geschäft ist falsch.“

Döpfner weiter: „Die Erholung des Werbemarktes bei den deutschen Zeitungen und Zeitschriften scheint sich im zweiten Quartal fortzusetzen. Es gibt Hoffnung, dass wir die Talsohle durchschritten haben.“

Vor dem Hintergrund der über den Erwartungen liegenden Geschäftsentwicklung im ersten Quartal und einer positiveren Einschätzung des Werbemarktes hat der Vorstand der Axel Springer AG die Prognose für das Gesamtjahr am 20. April 2010 angehoben. Der Konzern geht für das Geschäftsjahr 2010 von einem deutlichen Anstieg des Konzernumsatzes aus. Der Vorstand erwartet ferner, dass der bisher prognostizierte Anstieg des Konzern-EBITDA von etwa 10 Prozent deutlich übertroffen werden wird.

Anstieg der Werbeerlöse – Rückgang bei den Vertriebserlösen

Axel Springer erwirtschaftete im ersten Quartal Vertriebserlöse in Höhe von EUR 278,3 Mio. (Vj.: EUR 289,0 Mio.). Hier wirkten sich unter anderem die im Vorjahr durchgeführten Portfoliobereinigungen bei den Frauen- und Jugendzeitschriften aus. Darüber hinaus entfielen Effekte aus den im Jahr 2008 durchgesetzten Copy-preiserhöhungen. Die Werbeerlöse legten mit einem Zuwachs von 12,3 Prozent auf EUR 299,0 Mio. (Vj.: EUR 266,1 Mio.) deutlich zu. Ein wesentlicher Anteil dieses Wachstums entfiel auf die digitalen Medien, die ihre Werbeerlöse sowohl durch die erstmalige Konsolidierung neu erworbener Gesellschaften als auch organisch steigern konnten. Bei den Printmedien fiel der Rückgang der Werbeerlöse zudem deutlich geringer aus als in den Vorjahresquartalen. Die inländischen Zeitungen erreichten sogar einen leichten Anstieg. Der Konzern verzeichnete ferner einen kräftigen Zuwachs der übrigen Erlöse, die um 33,1 Prozent auf EUR 86,4 Mio. (Vj.: EUR 64,9 Mio.) zunahmen. Der Zuwachs geht vor allem auf Konsolidierungseffekte im Zusammenhang mit dem Erwerb von StepStone zurück.

Die mit mehreren Akquisitionen vorangetriebene internationale Expansion im digitalen Geschäft schlug sich auch in einem Anstieg der Auslandserlöse nieder. Darüber hinaus stabilisierte sich der Umsatz im Segment Print International. Die Auslandserlöse legten im ersten Quartal dementsprechend um 31,1 Prozent auf EUR 157,8 Mio. zu. Axel Springer erwirtschaftete damit 23,8 Prozent des Konzernumsatzes in internationalen Märkten.

Der Konzernüberschuss belief sich im ersten Quartal auf EUR 62,3 Mio. Der Vorjahreswert von EUR 213,0 Mio. war durch signifikante Einmaleffekte geprägt und enthielt einen Gewinn aus der Veräußerung von Regionalzeitungsbeteiligungen in Höhe von EUR 201,9 Mio. Das Ergebnis je Aktie lag in Folge dieser Vorjahreseffekte mit EUR 2,03 unter dem Vorjahreswert von EUR 7,09. Bereinigt um wesentliche nicht-operative Effekte betrugen der Konzernüberschuss EUR 62,0 Mio. (Vj.: EUR 34,9 Mio.) und das Ergebnis je Aktie EUR 2,07 (Vj.: EUR 1,17).

Segmente: Profitabilität in allen operativen Segmenten deutlich verbessert

Das Segment Zeitungen National konnte durch höhere Werbeerlöse einen Rückgang bei den Vertriebserlösen nahezu kompensieren und das EBITDA erheblich steigern. Vor allem BILD und BILD am SONNTAG trugen zu dem Anstieg der Werbeerlöse um 0,9 % auf EUR 132,7 Mio. (Vj.: EUR 131,5 Mio.) bei. Da sich die konjunkturellen Belastungen im Vertriebsmarkt bei größtenteils konstanten Copypreisen unmittelbar auf den Umsatz auswirkten, verminderten sich die Vertriebserlöse des Segments um 2,8 Prozent auf EUR 149,6 Mio. (Vj.: EUR 153,9 Mio.). Insgesamt erzielten die inländischen Zeitungen einen Umsatz von EUR 289,4 Mio. (Vj.: EUR 292,4 Mio.). Trotz dieser verhaltenen Umsatzentwicklung steigerte das Segment das EBITDA deutlich um 19,7 Prozent auf EUR 77,6 Mio. (Vj.: EUR 64,8 Mio.). Hier wirkten sich die 2009 umgesetzten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung positiv aus. Die EBITDA-Rendite legte von 22,2 Prozent auf 26,8 Prozent zu und lag damit nur knapp unter dem bisherigen Höchstwert.

Die Digitalen Medien leisteten im ersten Quartal 2010 mit EUR 160,0 Mio. (Vj.: EUR 104,7 Mio.) erstmals den zweitgrößten Umsatzbeitrag im Konzern. Die erstmalige Konsolidierung von StepStone, Digital Window und Perfiliate (buy.at) trug hierzu maßgeblich bei. Die digitalen Aktivitäten legten darüber hinaus auch organisch zu (plus 8,4 Prozent), vor allem durch Erlössteigerungen bei Content-Portalen, bei idealo sowie bei gamigo. Das Segment steigerte die Werbeerlöse um 47,3 Prozent auf EUR 113,5 Mio. (Vj.: EUR 77,1 Mio.) und die übrigen Erlöse um 68,7 Prozent auf EUR 46,5 Mio. (Vj.: EUR 27,6 Mio.). Das EBITDA verbesserte sich ebenfalls deutlich von EUR 6,8 Mio. auf EUR 13,3 Mio.

Das Segment Zeitschriften National erreichte trotz sinkender Erlöse in einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld eine deutliche Ergebnissteigerung und einen neuen Rekordwert bei der EBITDA-Rendite. Der Umsatz der inländischen Zeitschriften ging um 6,1 Prozent auf EUR 119,2 Mio. (Vj.: EUR 126,9 Mio.) zurück. Dabei entfiel rund die Hälfte des Umsatzrückgangs auf Effekte aus der Entkonsolidierung der im Vorjahr veräußerten Frauen- und Jugendtitel. Die Vertriebserlöse des Segments beliefen sich auf EUR 82,9 Mio. (Vj.: EUR 89,1 Mio.), die Werbeerlöse verminderten sich auf EUR 30,4 Mio. (Vj.: EUR 33,2 Mio.). Durch die im Vorjahr umgesetzten Maßnahmen zur Effizienzverbesserung und Kostenbegrenzung konnten die inländischen Zeitschriften jedoch trotz des Umsatzrückgangs das EBITDA nahezu verdoppeln. Es stieg um 92,8 Prozent von EUR 13,1 Mio. auf EUR 25,2 Mio. an. Die EBITDA-Rendite erreichte mit 21,1 Prozent einen neuen Höchstwert.

Im Segment Print International erreichte Axel Springer im ersten Quartal eine Stabilisierung der Umsätze und eine deutliche Verbesserung der Ertragslage. Der Umsatz der internationalen Zeitungen und Zeitschriften lag mit EUR 71,6 Mio. nahezu auf dem Niveau des Vorjahresquartals (EUR 72,4 Mio.). Die Vertriebserlöse beliefen sich auf EUR 45,8 Mio. (Vj.: EUR 46,0 Mio.) und profitierten von einer Verbesserung in allen Auslandsmärkten mit Ausnahme von Polen, Spanien und der Tschechischen Republik. Die Werbeerlöse gingen von EUR 24,3 Mio. auf EUR 22,3 Mio. zurück. Nach einem operativen Verlust von EUR -2,4 Mio. im Vorjahresquartal erzielte das Segment im Berichtszeitraum ein EBITDA von EUR 5,4 Mio. und eine EBITDA-Rendite von 7,5 Prozent. Durch konsequentes Kostenmanagement übertrafen alle Landesgesellschaften das Ergebnis des Vorjahres.

Das Segment Services/Holding hielt den Umsatz mit EUR 23,4 Mio. (Vj.: EUR 23,5 Mio.) stabil. Das EBITDA belief sich auf EUR -2,2 Mio. nach EUR -1,9 Mio. im Vorjahr.

Finanzlage: Eigenkapitalquote auf 42,3 Prozent gestiegen.

Der operative Cashflow verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal von EUR 48,1 Mio. auf EUR 29,1 Mio. Ursache hierfür war im Wesentlichen ein Aufbau des Working Capitals (Vorjahr: Abnahme des Working Capitals) sowie höhere Ertragssteuerzahlungen. Bei nahezu unveränderten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 393,0 Mio. blieb die Nettoverschuldung konstant bei EUR 193,0 Mio. Der Bestand an Barmitteln erhöhte sich leicht von EUR 197,3 Mio. auf EUR 200,0 Mio. zum 31. März 2010. Die Eigenkapitalquote stieg von 40,8 Prozent auf 42,3 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter legte vor allem aufgrund der erstmals einbezogenen Gesellschaften um 615 auf 11.267 zu.

 

Pressekontakt: Edda Fels
Tel: +49 30 2591 77600