Axel Springer steigert Ergebnis im dritten Quartal deutlich



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04.11.15

Axel Springer steigert Ergebnis im dritten Quartal deutlich

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Umsatz nach neun Monaten um 8,9 Prozent über Vorjahr / EBITDA legt um 8,8 Prozent zu / Stärkung der Marktposition im englischsprachigen Raum / Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben

Axel Springer hebt auf Basis der Entwicklung in den ersten neun Monaten seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an und bestätigt die EBITDA-Prognose. In den ersten neun Monaten profitierte Axel Springer von der anhaltend dynamischen Entwicklung seiner digitalen Aktivitäten. Sie trugen mehr als 60 Prozent zum Konzernumsatz und mehr als 70 Prozent zum Konzern-EBITDA bei. Insgesamt steigerte Axel Springer den Konzernumsatz von Januar bis September um 8,9 Prozent. Das EBITDA legte im Neunmonatszeitraum um 8,8 Prozent zu. Mit einer EBITDA-Rendite von 16,7 Prozent blieb Axel Springer weiterhin hochprofitabel.

Im dritten Quartal stieg das Konzern-EBITDA deutlich an und lag um 32,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Neben den Rubrikenangeboten trugen auch die Bezahlangebote mit einem EBITDA-Zuwachs von 25,2 Prozent hierzu bei. Der Konzernumsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,3 Prozent.

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE: „Unsere Priorität in diesem Jahr ist Wachstum. Mit den Rubrikenangeboten und journalistischen Marken in Europa und zunehmend auch im englischen Sprachraum sehen wir großes Potenzial. Durch die Akquisition von Business Insider hat sich Axel Springer bei der Reichweite vom Marktführer in Europa zu einem der größten Digitalverlage weltweit entwickelt.“

Axel Springer hat in den ersten neun Monaten des Jahres seine Strategie, verstärkt in digitale journalistische Angebote zu investieren, konsequent umgesetzt. Ein bedeutender Meilenstein war der im September angekündigte und Ende Oktober vollzogene Mehrheitserwerb von Business Insider, dem führenden digitalen Angebot für Wirtschafts- und Finanznachrichten in den USA. Axel Springer vereinbarte ferner Anfang September eine innovative Partnerschaft mit Samsung über die Entwicklung neuer digitaler Medienformate. Als erstes Ergebnis präsentierten Axel Springer und Samsung die Beta-Version von UPDAY – einer Content-Plattform für aggregierte und kuratierte Nachrichteninhalte, die im kommenden Jahr vollumfänglich starten soll.

Die Konzernergebnisse im Detail

In den ersten neun Monaten erhöhte Axel Springer den Konzernumsatz um 8,9 Prozent von EUR 2.177,9 Mio. auf EUR 2.372,7 Mio. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte stieg der Konzernumsatz leicht um 1,0 Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 8,8 Prozent von EUR 363,9 Mio. auf EUR 396,0 Mio. Der Konzern hielt die EBITDA-Rendite wie im Vorjahr auf einem hohen Niveau von 16,7 Prozent.

Der um Sondereffekte und Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen bereinigte Konzernüberschuss verbesserte sich um 6,9 Prozent auf EUR 198,8 Mio. (Vj.: EUR 186,0 Mio.). Damit erzielte Axel Springer ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von EUR 1,60 gegenüber EUR 1,47 im Vorjahr. Der Konzernüberschuss erhöhte sich im Berichtszeitraum um 12,7 Prozent auf EUR 257,9 Mio. nach EUR 228,9 Mio. im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie stieg folglich auf EUR 2,20 (Vj.: EUR 1,78). Zu dem starken Anstieg des Konzernüberschusses im dritten Quartal um 68,2 Prozent auf EUR 146,9 Mio. trug insbesondere der Verkauf von Runtastic bei.

Durch den Ausbau des Digitalgeschäfts und durch Akquisitionen nahm die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Berichtszeitraum um 11 Prozent auf 14.908 (Vj.: 13.428) zu.

Umsatzprognose für Gesamtjahr angehoben, EBITDA-Prognose bestätigt

Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand nach der Umsatzentwicklung in den ersten neun Monaten nun eine Steigerung der Gesamterlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich, nachdem zuvor ein Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet worden war. Er geht davon aus, dass der geplante Anstieg der Werbeerlöse voraussichtlich sinkende Vertriebserlöse und übrige Erlöse überkompensieren wird. Für das EBITDA rechnet der Vorstand weiterhin mit einem Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich. Hierbei wird ein Anstieg des EBITDA in den Segmenten Rubrikenangebote und Services/Holding erwartet, während das EBITDA der Bezahl- und Vermarktungsangebote voraussichtlich unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Aufgrund einer geringeren Quote des auf Minderheiten entfallenden bereinigten Konzernüberschusses erwartet der Vorstand für das bereinigte Ergebnis je Aktie einen Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Digitale Geschäftsmodelle legen im In- und Ausland weiter zu

Die anhaltende dynamische Entwicklung der digitalen Geschäftsmodelle im In- und Ausland trieb in den ersten neun Monaten das Wachstum des Konzerns. Die Pro-forma-Erlöse der digitalen Aktivitäten nahmen von EUR 1.271,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 1.404,9 Mio. zu. Damit erzielten sie ein organisches Wachstum von 10,5 Prozent.

Axel Springer setzte die internationale Expansion der digitalen Geschäftsmodelle erfolgreich fort. Dementsprechend verzeichneten die Auslandserlöse einen Anstieg um 21,8 Prozent auf EUR 1.128,3 Mio. (Vj.: EUR 926,6 Mio.). Damit erwirtschaftete Axel Springer in den ersten neun Monaten 47,6 Prozent (Vj.: 42,5 Prozent) des Konzernumsatzes in den internationalen Märkten.

Auch bei den Werbeerlösen profitierte das Unternehmen von der positiven Wachstumsdynamik der digitalen Aktivitäten. Sie stiegen im Berichtszeitraum um 16,1 Prozent auf EUR 1.484,7 Mio. (Vj.: EUR 1.278,3 Mio.). Von den gesamten Werbeerlösen wurden 80,9 Prozent durch digitale Aktivitäten generiert.

Bedingt durch die strukturellen Rückgänge im Printgeschäft lagen die Vertriebserlöse erwartungsgemäß mit EUR 542,3 Mio. um 2,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahres (EUR 557,2 Mio.). Die übrigen Erlöse nahmen leicht um 1,0 Prozent auf EUR 345,7 Mio. (Vj.: EUR 342,4 Mio.) zu.

Kräftiges Umsatzwachstum bei den Rubriken- und Vermarktungsangeboten

Der Umsatz des Segments Rubrikenangebote legte um 53,3 Prozent auf EUR 547,5 Mio. (Vj.: EUR 357,1 Mio.) zu. Hier machten sich neben einem starken organischen Wachstum Konsolidierungseffekte aus der erstmaligen Einbeziehung von @Leisure, LaCentrale, Jobsite und Yad2 sowie zum 1. Juli 2015 auch von Immowelt bemerkbar. Im September hat Yad2 zudem seine Position auf dem israelischen Markt für Online-Jobbörsen durch den Erwerb eines 70-prozentigen Anteils an Drushim, einem der führenden Stellenportale in Israel, gestärkt. Das organische Wachstum der Rubrikenangebote betrug auf pro-forma-Basis 13,4 Prozent in den ersten neun Monaten.

Das EBITDA des Segments Rubrikenangebote stieg erneut deutlich um 40,8 Prozent auf EUR 225,7 Mio. (Vj.: EUR 160,2 Mio.) und lieferte damit den höchsten Beitrag zum Konzernergebnis. Um Konsolidierungseffekte bereinigt erhöhte sich das EBITDA um 18,3 Prozent. Mit einer EBITDA-Rendite von 41,2 Prozent (Vj.: 44,9 Prozent) blieb das Segment hochprofitabel. Die Kategorie Stellen erreichte dabei eine EBITDA-Rendite von 44,9 Prozent, die Kategorie Immobilien von 48,5 Prozent und die Kategorie Generalisten/Sonstige von 26,9 Prozent.

Im Segment Bezahlangebote lag der Umsatz in den ersten neun Monaten bei EUR 1.095,4 Mio. und damit um 3,0 Prozent unter dem Vorjahreswert (EUR 1.129,4 Mio.). Bereinigt um Konsolidierungseffekte verringerte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten um 4,8 Prozent. Im Vergleich zu einem durch die Fußball-Weltmeisterschaft und durch eine BILD Sonderausgabe sehr starken Vorjahreswert gingen die Werbeerlöse des Segments um 6,1 Prozent zurück. Die Vertriebserlöse der Bezahlangebote reduzierten sich aufgrund marktbedingt rückläufiger Printerlöse um 2,8 Prozent. Die übrigen Erlöse des Segments stiegen um 9,7 Prozent, was insbesondere auf die Einbeziehung von N24 zurückzuführen ist. Bereinigt um diese Konsolidierungseffekte belief sich der Anstieg auf 2,6 Prozent.

Die Zahl der digitalen Abonnenten wuchs im Monatsdurchschnitt des dritten Quartals um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im September 2015 kamen BILD und DIE WELT zusammen auf über 362.000 zahlende Abonnenten. Hiervon entfielen mehr als 292.000 auf BILD und knapp 70.000 auf DIE WELT (IVW Paid Content 9/2015).

Das EBITDA der Bezahlangebote verringerte sich im Berichtszeitraum um 19,1 Prozent auf EUR 137,8 Mio. (Vj.: EUR 170,2 Mio.). Hier wirkten sich neben den operativen Umsatzrückgängen vor allem erhöhte Restrukturierungsaufwendungen aus. In der Folge ging die EBITDA-Rendite des Segments auf 12,6 Prozent zurück (Vj.: 15,1 Prozent). Im dritten Quartal stieg das EBITDA der Bezahlangebote um 25,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Im Segment Vermarktungsangebote erhöhte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten um 12,0 Prozent auf EUR 632,7 Mio. (Vj.: EUR 564,9 Mio.). Die Werbeerlöse des Segments verzeichneten einen Anstieg um 10,6 Prozent, zu dem sowohl der Bereich Performance Marketing als auch der Bereich Reichweitenvermarktung beigetragen haben. Das Wachstum der übrigen Erlöse um 18,5 Prozent wurde ebenfalls von Zuwächsen in beiden Bereichen des Segments, Performance Marketing und Reichweitenvermarktung, getragen.

Während sich das EBITDA im Bereich Performance Marketing leicht erhöhte, lag das Ergebnis der Reichweitenvermarktung bedingt durch höhere Aufwendungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von idealo, durch Portfolioveränderungen bei aufeminin sowie durch Aufwendungen für die Internationalisierung der Bonial-Gruppe unter dem Vorjahrswert. Folglich ging das EBITDA des Segments um 13,9 Prozent auf EUR 66,1 Mio. (Vj.: EUR 76,8 Mio.) zurück. Die EBITDA-Rendite belief sich auf 10,4 Prozent (Vj.: 13,6 Prozent).

Marktbedingt reduzierte sich der Umsatz des Segments Services/Holding im Berichtszeitraum um 23,2 Prozent auf EUR 97,1 Mio. (Vj.: EUR 126,5 Mio.). Das EBITDA des Segments verbesserte sich auf EUR -33,5 Mio. nach EUR -43,3 Mio. im Vorjahr.

Deutliche Zuwächse beim frei verfügbaren Cashflow

Axel Springer steigerte den frei verfügbaren Cashflow in den ersten neun Monaten um 23,6 Prozent auf EUR 184,2 Mio. (Vj.: EUR 149,0 Mio.). Die Nettoverschuldung belief sich zum 30. September 2015 auf EUR 803,5 Mio. gegenüber EUR 667,8 Mio. zum Jahresende 2014. Der Konzern verfügte zum 30. September 2015 über nicht in Anspruch genommene kurz- und langfristige Kreditlinien in Höhe von EUR 1.157,0 Mio. (31. Dezember 2014: EUR 511,0 Mio.). Die Eigenkapitalquote des Unternehmens belief sich zum Bilanzstichtag auf 40,8 Prozent (Vj.: 42,4 Prozent).

Diese Presseinformation, die Konzern-Kennzahlen sowie der Quartalsfinanzbericht sind in deutsch und englisch unter http://www.axelspringer.de/q3-2015 abrufbar
Pressekontakt Axel Springer SE:
Michael Schneider

Tel: +49 30 2591 77644